Welche Maßnahmen beinhaltet das Radverkehrskonzept?
Die interaktive Karte zeigt sowohl das Zielnetz als auch die vorgeschlagenen Maßnahmen, die auf Grundlage von Befahrungen wie auch Befragungen definiert wurden.
Viel "Input" mündet in Radverkehrskonzept
Nach dem Abschluss der ersten Online-Bürgerbeteiligung im Mai 2025 hatte die Planungsgesellschaft RV-K aus Frankfurt einen ersten Entwurf für das zukünftige, über 650 Kilometer lange Radverkehrsnetz und entsprechende Maßnahmenvorschläge im Landkreis erarbeitet und dabei circa 1200 von Bürgerinnen und Bürgern eingereichten Vorschläge berücksichtigt. Rund 850 Kilometer Radwege ist das Planungsbüro im Kreis abgefahren, um sich von allen Wegen und den eingereichten Vorschlägen selbst ein Bild zu machen. Konzentriert hat sich diese Mühe nun in rund 500 Empfehlungen für Maßnahmen, die von „Einbahnstraße für Radverkehr öffnen“ über „Übergänge von Radwegen auf die Fahrbahn verbessern“ bis „Neubau eines Radwegs“ reichen.
In einer zweiten Online-Beteiligung zu Jahresbeginn konnte die Öffentlichkeit dann auf einer Internetseite die Maßnahmen mit „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ bewerten und kommentieren. Nachdem Bürgerinnen und Bürger insgesamt 4435 Bewertungen abgegeben hatten, fand ein Workshop für Vertretungen der Verbands- und Ortsgemeinden im Landkreis SÜW statt. Ziel der Veranstaltung war die Diskussion der Priorisierung für die Streckenmaßnahmen, die im Entwurf des Konzepts vorgesehen sind. Die Vertretungen der Kommunen konnten die Priorisierung durch ihre Ortskenntnisse validieren und letzte Fragen und Anpassungsvorschläge für das Radverkehrskonzept abgeben.
Schließlich wird die beauftragte Planungsgesellschaft nun ein schriftliches Konzept ausarbeiten. Darin werden alle empfohlenen Maßnahmen festgehalten, ebenso Stellungnahmen unter anderem der Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsverbände sowie Naturschutzbehörden. In einer seiner kommenden Sitzungen wird sich folgend der Kreistag Südliche Weinstraße als höchstes politisches Gremium des Landkreises mit dem Radverkehrskonzept beschäftigen.
Warum es ein Konzept braucht:
Ziel ist es, ein sicheres und attraktives Radverkehrsnetz für den Alltagsverkehr zu schaffen. Dabei werden manche Maßnahmen lange Zeit beanspruchen, andere werden in der Praxis nicht zu realisieren sein. Nichtsdestotrotz ist ein Radverkehrskonzept für den gesamten Kreis eine wichtige, unverzichtbare Planungsgrundlage für die kommenden Jahre, auch hinsichtlich der Akquise von Fördermitteln.